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Nachhaltigkeit: Siegeszug des Prinzips Zukunftsfähigkeit

Eine präzise Definition des oft unterschiedlich verwendeten Begriffs Nachhaltigkeit, die zugleich eine Selbstverpflichtung darstellt, gibt die ThomasLloyd Investmentbanking- und -managementgruppe: „Nachhaltigkeit bedeutet generell für uns, Entwicklungen zukunftsfähig zu machen, ohne dass wir dabei die Fähigkeit der zukünftigen Generation gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse befriedigen zu können. Getreu unserem Leitbild Realising Sustainable Values fühlen wir uns somit verpflichtet, der zukünftigen Generation eine intakte Umwelt und stabile wirtschaftliche Verhältnisse zu übergeben.“ Um diesem Anspruch gerecht zu werden, engagiert sich ThomasLloyd bereits seit vielen Jahren im Bereich erneuerbare Energien und Cleantech.

Wir atmen alle die gleiche Luft

Ursprünglich war Nachhaltigkeit ein wesentliches Prinzip vorausschauenden menschlichen Handelns, das sich logisch aus Grunderfahrungen und -regeln der Daseinsvorsorge ergab. Der Erhalt der eigenen Kräfte und der sozialen Gruppe, ein sparsamer Umgang mit Ressourcen und Energie waren notwendig, um den Herausforderungen der Zukunft begegnen zu können. Das Morgen war ganz selbstverständlich im Heute angelegt. Gesellschaftliche und vor allem technische Veränderungen ließen den Aspekt der langfristigen vorausschauenden Vorsorge immer weiter zurücktreten:

  • die Erschließung effizienter Energiequellen
  • die Übertragung menschlicher Arbeit auf Maschinen
  • die damit einhergehende Produktionssteigerung über das direkt Benötigte hinaus
  • die Herausbildung einer arbeitsteiligen Gesellschaft
  • die Mechanisierung und Technisierung der Landwirtschaft
  • die Entstehung einer Wegwerfgesellschaft
  • der Glaube an die technologische Machbarkeit des Fortschritts
  • die wirtschaftliche Expansion bis hin zur Globalisierung

Das alles sind Elemente und Trends, die eine Entfremdung gesellschaftlicher Prozesse von elementaren Lebensaspekten zur Folge hatten.

Je intensiver aus dem Vollen geschöpft werden konnte, umso überflüssiger schien mittel- oder langfristiges Denken und Planen zu werden. Dabei wurde mehr verbraucht, als an Energien und Ressourcen neu erschlossen oder geschaffen werden beziehungsweise nachwachsen konnte – das Prinzip der Nachhaltigkeit war in Vergessenheit geraten.

Doch im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts wurde die Begrenztheit der Ressourcen immer offensichtlicher, die globalen Wechselwirkungen konnten nicht länger übersehen werden. Nach und nach zeigten wissenschaftliche Forschungen die Komplexität der natürlichen, biologisch-physikalischen Vorgänge und Mechanismen auf und schufen ein Bewusstsein dafür, dass nichts auf diesem Planeten verloren geht und alles miteinander in Wechselwirkung steht. Das betonte auch Arnold Schwarzenegger, Schauspieler und ehemaliger Gouverneur von Kalifornien, als prominenter Keynote-Redner auf dem ThomasLloyd Cleantech Kongress Europa 2013: „Es gibt keine konservative oder liberale Luft. Wir atmen alle die gleiche Luft. Und es gibt kein konservatives oder liberales Wasser. Wir trinken alle das gleiche Wasser.“

Neu definierter Fortschritt

Nachdem sich das Bewusstsein für die Endlichkeit von Energien, Ressourcen und damit Perspektiven gebildet hat, sind neue Konzepte gefragt. Das fällt umso schwerer, da gesellschaftlicher Fortschritt noch immer an wirtschaftlicher Expansion gemessen wird. Doch die nationale und internationale Politik beginnt, auf die Veränderungen zu reagieren und Nachhaltigkeit in ihren Konzepten zu berücksichtigen. Außerdem sind ein kultureller Wandel und eine Bewusstseinsbildung in breiteren Bevölkerungskreisen vieler Länder zu beobachten. Das brachte Scheich Abdul Aziz bin Ali Al Nuaimi, Ambassador of World Green Citizen, als Keynote-Redner auf dem ThomasLloyd Cleantech Kongress Europa 2013 zum Ausdruck: „Die Umwelt gehört nicht Ihnen oder mir. Sie ist ein Geschenk unseres Schöpfers an uns alle. Um damit zu arbeiten, von ihr zu lernen, sie zu lieben, zu respektieren, gute Geschäfte zu machen, aber vor allem um ein Erbe zu hinterlassen. Um diesen Planeten und diese Luft nicht nur für die nächste Generation zu hinterlassen, sondern der gesamten Menschheit.“

Den stattfindenden politischen Wandel können drei wegweisende Ereignisse verdeutlichen:

  • 1972 gab der Wissenschaftsrat Club of Rome mit dem Buch „Die Grenzen des Wachstums“ wichtige Denkanstöße
  • 1987 legte die Weltkommission für Umwelt und Entwicklung den sogenannten Brundtland-Report „Unsere gemeinsame Zukunft“ vor, der eine intensive Nachhaltigkeitsdebatte auslöste und unter anderem zu einer Serie von Klimakonferenzen führte, die erstmals international bindende Umweltauflagen beschlossen (darunter 1992 Rio de Janeiro, 1997 Kyoto).
  • 2001 berief die deutsche Bundesregierung einen Rat für nachhaltige Entwicklung, der sie künftig beraten sollte. 2002 wurde dazu eine nationale Nachhaltigkeitsstrategie beschlossen, die – in regelmäßigen Fortschrittsberichten weiterentwickelt – Impulse auch für eine nachhaltige Mobilität und später zu einer Energiewende enthielten.

Nachhaltigkeit umfasst im neuen Verständnis weit mehr als nur Ökologie – der Begriff bezieht auch soziale Aspekte und Governance mit ein, also verantwortungsvolles Handeln von Unternehmen, Organisationen und Regierungen, das die Zukunftsfähigkeit von Technologien, Wirtschaftssystemen und ganzen Gesellschaften zum Ziel hat. Ergänzend kommt der Begriff Cleantech hinzu. Er steht als Synonym für saubere, umweltschonende Technologien, die von der ThomasLloyd Investmentmanagementgruppe in Asien finanziert und realisiert werden.

Beginnende Trendwende

Dass Unternehmen sich zu mehr Nachhaltigkeit hinwenden, hat zwei Ursachen:

  • Zum einen zwingen die sich verändernden Ausgangsbedingungen – Preissteigerungen bei Energie, knapper werdende Ressourcen – zu einer Reaktion im wirtschaftlichen Handeln. Eine sorglos die natürlichen Lebensgrundlagen verbrauchende Wirtschafts- und Lebensweise, die die verursachten Kosten und Probleme folgenden Generationen überlässt, ist schlicht nicht mehr hinnehmbar.
  • Zum anderen muss jede mittelfristige Planung von Unternehmenszielen in Rechnung stellen, dass sich Produkte und Märkte verändern, dass in den wirtschaftlich prosperierenden Schwellenländern neue Käuferschichten entstehen und sich der Schwerpunkt der Wirtschaft in andere Länder verlagert und neuen Regeln gehorcht. Die Nutzung der darin liegenden Chancen, mit innovativen und zukunftsfähigen Technologien in diese Märkte hineinzugehen, ist ein Gebot wirtschaftlicher Vernunft und klugen Handelns.

Nachhaltigkeit eröffnet ökonomische Perspektiven, vor allem im Finanzsektor. Jede Veränderung in wirtschaftlichen Abläufen ist mit Finanzbedarf verbunden – sei es die Modifikation von Maschinen, der veränderte Umgang mit Rest- und Abfallstoffen, die Effizienzsteigerung technischer Produkte oder die Entwicklung völlig neuer Werkstoffe und Verarbeitungsverfahren. Statt Hunderte von Milliarden für die „Reparatur“ von Umweltschäden aufzuwenden und damit Teile der volkswirtschaftlichen Leistungsfähigkeit zu binden, gilt es, den Aufbau zukunftsfähiger Technologien zu finanzieren und sichere Zukunftsgrundlagen zu schaffen.

Ein solches ökonomisches Umsteuern braucht Initiative, da die jeweiligen Nationalökonomien ihren Weg zu nachhaltigem Wirtschaften erst beginnen. Die ThomasLloyd Investmentbanking- und -managementgruppe zeigt exemplarisch, was bereits heute möglich ist: ökonomisch erfolgreiche Investitionen in erneuerbare Energien und Cleantech, die in asiatischen Schwellenländern technischen und gesellschaftlichen Fortschritt im Sinne der Nachhaltigkeit ermöglichen und die Chancen des Wandels nutzen. Nachhaltigkeit kann so aus der abstrakten Begrifflichkeit in gesellschaftliche und wirtschaftliche Praxis überführt werden. Das ist Aufgabe aller, von Privatpersonen ebenso wie von Unternehmen.

 
 

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